Wie füttere ich meinen Hund artgerecht?

Dingowelpen bei der Nahrungsaufnahme

Hier geht es zunächt mal um die Art und Weise wie und wie häufig man füttert.

So, wie auf dem Foto die jungen Dingos (aufgenommen bei einem Besuch der Eberhard-Trummler Station) wird wahrscheinlich keiner der Leser hier seinen Hund füttern. Die Dingos erhalten nicht täglich Futter, dann aber so viel sie wollen. Die welpen fressen unter dem Schutz der Mutter als erste des Rudels und so lange, bis sich die Sättigung einstellt. Danach ruhen sie.

In Futtermangel-Phasen erbrechen die Alttiere des Rudels Nahrung für die Welpen.

 

 

Bei unseren Hunden verabreichen wir die Nahrung grundsätzlich nach zwei Möglichkeiten der Fütterungsart:

 

 

  • Mengenkontrollierte Fütterung

 

Bei dieser Art der Fütterung hat der Besitzer die größte Kontrolle über die Futteraufnahme seines Tieres und kann die tägliche Nährstoffzufuhr optimal selbst variieren.

Vorteile:

  • Nährstoffbedarf kann individuell den Bedürfnissen des Tieres angepasst werden (Aktivität, Wachstum, Trächtigkeit, Laktation)
  • Mehrere Mahlzeiten können angeboten werden, 2-5 mal täglich (Welpen).
  • Veränderungen im Fressverhalten können sofort erkannt werden (Krankheiten).
  • Napf oder Handfütterung, sowie "Suche" von ausgelegtem Futter im Rahmen von Training
  • Bei mehrfach Hundehaltung bekommen auch die "schwachen" den ausreichenden Anteil
  • Futter ist als "Erziehungshilfsmittel" einsetzbar


Nachteile:

  • große Verantwortung für Besitzer
  • hoher Zeitaufwand
  • im Falle von mehrfach Hundehaltung konsequente Beaufsichtigung und Lenkung der Fütterung


Erwachsene Hunde werden bei mengenkontrollierter Fütterung 1 - 2 mal täglich gefüttert.

Welpen werden in Abhängigkeit ihres Wachstumsstadiums, Rasse und Alter 3-5 mal täglich gefüttert.

 

 

  • Futteraufnahme nach Belieben (Ad libitum)

 

Das Tier kann so viel Futter zu sich, nehmen wie es will, es ist ständig mit Zugriffsmöglichkeit, Futter vorhanden

Vorteile:

  • Wenig Arbeit und Zeitaufwand

 

  • Werden mehrere Hunde gehalten, können auch rangniedere Tiere meist ( nur bei Angebot im Übermaß) genügend Futter aufnehmen.
  • Die Hunde nehmen kleine Portionen, verteilt über den ganzen Tag auf.


Nachteile:

  • Große Verantwortung für Besitzer
  • Verderben von Futter
  • Im Haus ständiger Futtergeruch
  • Krankheiten, die mit einer reduzierten Futteraufnahme einhergehen, werden erst spät erkannt, besonders wenn mehrere Tiere zusammengehalten werden.
  • Adipositas (Dickleibigkeit): die Tiere nehmen oft mehr Futter auf, als sie zur Deckung ihres normalen Energiebedarfes benötigen, sie werden dick.
  • Nicht immer erhalten rangniedere Tier ausreichend Futter

 

  • Zu empfehlen bei Hunden, die nur unzureichend Nahrung bei mehrmaliger Fütterung zu sich nehmen. Hunde die einen sehr hohen Energiebedarf zu decken haben (Trächtigkeit, Säugen der Welpen)
  • Aus erzieherischen Gründen nicht zu empfehlen (Keine deutliche Abhängigkeit zum Futtergeber)


Welche Art der Fütterung von ihnen bevorzugt wird, hängt von ihrem Tagesablauf und dem Temperament ihres Tieres ab.
Einige Hunde behalten ein optimales Geweicht auch bei einer Ad libitum Fütterung bei. Andere überfressen sich maßlos.


Bei der Fütterung sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Sorgen Sie bei der Fütterung für eine ruhige Umgebung
  • Wasser sollte an einem ungestörten zugänglichen Ort immer frisch bereit stehen
  • Füttern Sie ihren Hund mehrmals täglich
  • Beachten Sie die Fütterungsempfehlungen
  • Bleiben Sie jedoch flexibel, denn Sie sollten die Futtermenge in Abhängigkeit vom Temperament und der Aktivität des Hundes verändern.
  • Kontrollieren Sie in regelmässigen Abständen, bei Welpen wöchentlich das Gewicht und passen Sie die Futtermenge an
  • Dominieren und Kontrollieren Sie die Fütterung im Falle einer Mehrfachhundehaltung (Streitigkeiten um Ressource)

 

 

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